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Autor Ines Doberschuetz
Datum 03.04.06, 08:44
Betreff Eltern müssen sich selbst ein Bild machen


Quelle: portale.web.de


Eltern müssen sich selbst ein Bild machen

Landau - Eltern sollten sich auch für den Schulalltag ihrer Kinder interessieren. Das rät Prof. Reinhold Jäger vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung an der Universität Koblenz in Landau.
Um die Frage zu beantworten, ob dort Gewalt ein Thema ist, helfe es, sich selbst ein Bild von den Verhältnissen zu machen. "Sie sollten sich ansehen, was auf dem Pausenhof abgeht", so Jäger.




Wenn Eltern sich persönlich in der Schule umschauen, zeigten sie Präsenz, so der Pädagogik-Experte. Sie signalisieren den Kindern dadurch auch, dass ihnen nicht egal ist, was an der Schule passiert. "Dabei sollten Eltern auch die Dunkelfelder suchen." Gemeint sind Nischen und Räume an der Schule, in die sich Lehrer sonst oft nicht vorwagen. Schüler bekommen dann mit, dass sie auch in solchen bisher unbeobachteten Ecken nicht über andere herfallen können.

Allerdings müssten sich viele Eltern grundsätzlich mehr für ihren Nachwuchs interessieren: "Vertrauen ist gut, Kontrolle besser - das ist ein gutes Motto", sagt Prof. Jäger. Eltern sollten ihre Kinder fragen, was sie so treiben. Hat das Kind plötzlich viel Geld zur Verfügung, müsse auch einmal nachgehakt werden, woher es stammt. Es sei auch gut, die Freunde des Sohnes oder der Tochter zu kennen. "Laden Sie sie zu sich nach Hause ein", rät Jäger. Auch das Handy und die Mobilfunk-Rechnung des Kindes sollten Eltern hin und wieder begutachten, etwa um Hinweise auf Gewalt- oder Pornofilmchen zu entdecken.

Und wenn Eltern mitbekommen, dass etwas an der Schule nicht in Ordnung ist, dürfen sie nicht einfach wegsehen. Falsch verstandene Toleranz führt laut Jäger nur dazu, dass sich gewalttätige Schüler in ihrem Handeln bestätigt fühlen. Besteht zunächst nur eine vage Vermutung, sollte mit den Lehrern und mit anderen Eltern darüber gesprochen werden. Verhärtet sich der Verdacht, muss auf eine Lösung gedrängt werden.

Reagieren die Lehrer nicht ausreichend oder zeigen sich Täter und deren Eltern uneinsichtig, sollten sich Eltern Reinhold Jäger zufolge nicht scheuen, drastischere Maßnahmen zu wählen: "Dann kann man auch das Jugendamt einschalten oder zur Polizei gehen." Da werde dann nicht mehr nur diskutiert - "Die Polizei muss einer Anzeige schließlich nachgehen."

Damit es nicht so weit kommt, wie an der Berliner Rütli-Schule, müssten Schüler, Lehrer und Eltern jedoch langfristig vorbeugen. Es gibt laut Jäger viele Schulen in Deutschland, an denen zum Beispiel Schüler und Lehrer Verträge miteinander abschließen, in denen unter anderem der Verzicht auf Gewalt vereinbart wird.

Es sei ersichtlich, dass mangelnde Sprachkenntnisse, ein niedriger Bildungsgrad, Armut und schlechte Zukunftsperspektiven die Gewaltbereitschaft der betroffenen Schüler erhöhe. "Die wissen sich oft nicht mehr anders zu helfen", sagt Prof. Jäger.






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