Einhorn
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Erstellt: 26.02.05, 19:39 Betreff: Re: flötenumbau? |
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Hallo Muramatsu, über die Frage eines Umbaus von gedeckelten Klappen auf Ringklappen werden vermutlich ebensoviele konträre Antworten kommen, wie Fragen gestellt werden. Aber ich bin sicher, daß das Für und Wider eines Umbaus hier im Forum gut diskutiert werden kann. Meiner Meinung ist so ein Umbau techninsch nicht weiter problematisch (das sollte in aller Regel im Rahmen einer Generalüberholung gemacht werden, da sowieso bereits fünf Polster gewechselt werden) . Man muss aber bedenken, daß sich das Klangverhalten der Flöte (auch und gerade das Überblasverhalten) und die "Stimmung in sich" verändern. Manchen Flötisten ist das relativ egal, einige erkennen ihr Instrument nicht wieder; es ist halt wie bei der OP am Menschen....
Die Veränderung der Griffdeckel hat nämlich zur Folge, daß die Löcher in den Klappen ja zusätzliches Volumen bilden und deshalb der entsprechend resultierende Ton vertieft wird (Ich spreche hier vom "Okarina-Effekt", je größeres Volumen, umso tiefer). Die relativ kleinen Lufträume der Grifflöcher addieren sich natürlich bei fünf Deckeln auf ein nicht unerhebliches Maß. Erschwerend kommt hinzu, daß ja nicht alle Deckel in gleichem Maß betroffen sind, sich also der "Vertiefungseffekt" ungleichmäßig auswirkt und die Skala deshalb "auseinanderrutscht". Mit dem Aufgang der Klappendeckel (ein Vorgang, der ja nur gleichmäßig erfolgen kann) lässt sich übrigens dieser ungleichmäßige Effekt sicherlich NICHT ausgleichen.
Aus diesen o.g. Gründen rate ich von solch einem Umbau ab. Der würde - alles in allem, und wenn´s richtig gut gemacht werden soll - nicht unter EUR 1500.- zu haben sein. Mit diesem Betrag, einem mittelgroßen Sparschwein, dem Verkauf der alten Flöte lässt sich da schon eine schöne Flöte mit Ringklappen, vielleicht auch gebraucht, finden und da weiß man dann was man hat....
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