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Gastbeitrag K. PRITSCH: Ideen für eine Neukonzeption

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uerdmann
Administrator

Beiträge: 24

New PostErstellt: 24.02.05, 17:09  Betreff: Gastbeitrag K. PRITSCH: Ideen für eine Neukonzeption  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

Ideen und Vorschläge aus der Sicht eines engagierten Besitzers stellt uns KURT PRITSCH, Hamburg zur Verfügung. Wir fanden die Lektüre so anregend, dass wir den Beitrag hier vollständig veröffentlichen wollen. Wie ist IHRE Meinung zu den angesprochenen Punkten? Schreiben Sie uns!


Ideen für eine Neukonzeption des Trabrennsports in Hamburg
von KURT PRITSCH, Hamburg


1. Analyse der bestehenden Verhältnisse

Wir erleben einen erschreckenden Umsatzrückgang der sich bereits seit mindestens 10 Jahren immer weiter fortsetzt. Dadurch stehen die Mittel einen gesunden Rennsport zu präsentieren nicht mehr zur Verfügung. Die Bahnen verfallen. Die Rennpreise sinken. Immer mehr Besitzer geben den Sport auf ,da eine Deckung der Kosten so nicht möglich ist. Die Züchter in Deutschland lassen immer weniger Stuten decken. Es wird immer schwieriger die Rennen mit ausreichend Startern zusammen zu bringen. Der Trainerberuf stirbt aus. Die Liquidität der Rennvereine ist nicht mehr vorhanden. sDem gesamten Trabrennsport in Deutschland droht so das unausweichliche Ende.


2. Warum ist das so?!

Wir haben ein Wettsystem, das sich fast ausschließlich um die sogenannte „Königswette“ die Dreierwette dreht. Das führt dazu das nur einige wenige Wetter die Rennbahn mit Gewinn verlassen. Das Geld bleibt so nicht im Kreislauf für neue Einsätze. Die Leute glauben mit kleinen Einsätzen das große Geld zu machen.
Das bedeutet im Umkehrschluss weniger Umsatz.
Die Abzüge der Rennvereine sind sehr hoch, dadurch haben wir schlechte Quoten, die auch noch ungenau ausgezahlt werden. Um an das letzte Geld der Wetter zu kommen veranstalten wir eine viel zu große Anzahl von Rennen die alle überfordern und zu einer großen Langeweile und sogenannten „Gänsemarschrennen“ führen. Außerdem fördern die Dreierwetten den Wettbetrug heraus „Fahren auf drei“.
„Nicht Wahrnehmung der Gewinnchancen“ der Verdacht das etwas nicht sauber läuft wird so geradezu provoziert.
Der eigentliche Sinn der Rennen ,nämlich das Abhalten einer Zuchtwertprüfung wird nicht durchgeführt. Es gibt nur schwammige Regelungen über korrekte Gangart und das Verhalten der Fahrer vor und in den Rennen. Eine Einhaltung von Disziplin wird nicht kontinuierlich verlangt.
Die Art unseres Rennsystems führt dazu das die Pferde viel zu früh verheizt werden:
Derby mit Vorläufen an einem Tag, auch sonst haben wir viel zu viele Vorlaufsrennen mit einem Finale am selben Tag. Die hoffnungsvollen Youngster werden zu Krüppeln und nicht zu Idolen. Zu allem Überfluss haben wir die Rechte an unserem Sport für ein Butterbrot an die Buchmacher verhökert. Dort sitzen nämlich jetzt die Großwetter von deren Einsätzen wir keinen Pfennig sehen.
Die Funktionäre der Vereine treiben Misswirtschaft und haben überhöhte Honorare.
Es gibt kaum Kontrollmechanismen. Aus Angst um die Posten werden keine Neuerungen
durchgeführt. Einigkeit der Rennvereine und eine kompetente gesamtdeutsche Führung und Konzeption gibt es nicht.
Es wundert also nicht das der Ruf des Trabrennsports in Deutschland unter der Bevölkerung denkbar schlecht ist und das die Medien wenn überhaupt nur Negativ Schlagzeilen veröffentlichen.


3. Was können wir ändern?

Der Besuch einer Rennbahn muss wieder attraktiv sein!
Wir brauchen ein Wettsystem mit einfacheren Wettarten:
# Sieg und eine geänderte Platzwette also 3 Plätze erst ab 9 Pferden. mit nur 20 % Abzügen.
# Zwillinge ohne genaue Reihenfolge, Drillingswetten ohne genaue Reihenfolge in den unteren Gewinnklassen.
# Nur zwei Rennen mit genauer Dreierwette in den höheren Gewinnklassen.
# Eine V65 Wette mit dem geringen Grundeinsatz von 10 Cent pro Wette mit unbegrenztem Jackpot.
# Bekanntgabe der Quoten zu 1 nicht zu 10.

Durch dieses Wettsystem wird das Geld besser umverteilt - es gewinnen also Viele!!!! Und viele können im nächsten Rennen wieder Wetten tätigen!! Außerdem wird das neue Bewusstsein gefördert mit einem höheren Einsatz auf einfache Wetten genauso einen guten Gewinn zu erzielen wie mit einer Dreierwette.

Die Buchmacher dürfen nur dann die Live-Bilder zeigen wenn sie die Wetten auf die Bahn. vermitteln. Über eine vernünftige prozentuale Beteiligung ist zu verhandeln. Feste Wetten darf der Buchmacher weiter verkaufen plus 15 % gesetzliche Steuer. Diese Umsätze sind offen zulegen. Auch hier muss der Rennverein zu 5 % beteiligt sein.

Durchführung der Renntage:
Um die Rennen attraktiver zu machen müssen mehr Pferde pro Rennen laufen; bis zu 15 Pferde. Das erreicht man durch Bänderstarts. Das ergibt aktionsreiche Rennverläufe

# Ein Abendrenntag darf nur 8 Rennen, die Sonntagsnachmittags-veranstaltung nur 10 Rennen beinhalten bei 25 Min zwischen den Rennen.
# Parade und Aufcantern der Pferde ist streng zu reglementieren.
# Die Gangart der Pferde muss im Einlauf nachträglich überprüft werden.

Pferderennen muss Spektakel sein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Die Rennpreise dieser Rennen müssen höher sein.
# 3 % Einsatz,17000 Euro für Sonntags=8x 1400 & 1x 1900 & 1x 3900
# 2 % Einsatz,12600 Euro für Donnerstags=6x1500& 2 x 1800
# 7 x Geld für die ersten 7 (1400 Euro = 700, 350, 160, 80, 50, 40, 20 )
# Die Buchmacher sind zu einem Rennpreiszuschuss von 2000 Euro zu verpflichten !!!
Weitere Vorschläge:
# Vorlaufsrennen mit Finale an einem Tag nur für Pferde ab 5 Jahren !!!
# Harter Strafenkatalog für Nichtwahrnehmung der Gewinnchancen.
# Überprüfung der Möglichkeiten von Einsparungen im Personalbereich.

Die Trab-Arena Bahrenfeld in einer Millionenstadt wie Hamburg muss Vorreiter sein; wir müssen auf die Lern-und Auffassungsfähigkeit des Publikums setzen.

Kurt Pritsch
24.02.2005

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Gast
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Beiträge: 2
Ort: überall und nirgends

New PostErstellt: 25.02.05, 07:15  Betreff: Re: Gastbeitrag K. PRITSCH: Ideen für eine Neukonzeption  drucken  weiterempfehlen

Hallo Kurt,
deine Gedanken gehen komplett in die richtige Richtung. Ich gehe noch einen Schritt weiter.....
Zusammenarbeit mit Berlin (Mariendorf *Karlshorst*) u. Elmshorn.
Entwicklung einer V75 Wette für diese Bahnen.
Oder nenne 3 Sieger aus HH,Berlin etc.
Aber wichtig ist auch das Umfeld sprich Zustand der Bahnen, d.h. opt. Bedingungen für die Pferde.
Gruß T. Hallmann

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uwehamburg
Mitglied

Beiträge: 3
Ort: Hamburg

New PostErstellt: 28.02.05, 21:53  Betreff: Re: Gastbeitrag K. PRITSCH: Ideen für eine Neukonzeption  drucken  weiterempfehlen

Sehr gute Vorschläge
dazu gehören noch viel mehr Dopingkontrollen, auch auf Mittel wie Kokain
und dergleichen.

Wenn dann auch noch der Service auf der Tribüne verbessert wird, z.B.
an Renntagen mal die Heizung anzustellen wenn Dauerfrost ist und eine Bewirtung zuhaben, bei der es auch warme Getränke und Speisen
gibt, könnte ein Aufschwung auf der Bahn stattfinden.

Uwe Kalus

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