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Riesenkrach: Stadt stoppt Nemeth!

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Kreisel

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Beiträge: 5416
Ort: Kloawend


New PostErstellt: 01.08.03, 13:38  Betreff: Riesenkrach: Stadt stoppt Nemeth!  drucken  weiterempfehlen

Keine Aufenthaltsgenehmigung trotz Arbeitsvertrag bei Siegener Unternehmen
geo Siegen. Die Saison der Regionalliga Süd 2003/04 hat noch gar nicht begonnen, da steht den Siegener »Sportfreunden« schon ein Riesenkrach ins Haus! Gut 48 Stunden vor dem Auftaktspiel im Leimbach-Stadion am Sonntag gegen den SV Wehen (15 Uhr) steht so gut wie fest, dass ausgerechnet der vermeintlich beste Neuzugang, der ehemalige slowakische Nationalspieler Peter Nemeth (31), keine DFB-Spielgenehmigung für diese Partie erhalten wird. Was danach kommt, steht noch in den Sternen!
Diese Hiobsbotschaft zeichnete sich für die »Sportfreunde« schon seit ein paar Wochen ab, gleichwohl dem Verein in dieser Angelegenheit praktisch die Hände gebunden sind. Nach den seit einem Jahr gültigen Aufenthaltsbestimmungen für Ausländer dürfen neue Nicht-EU-Ausländer im Fußball nur noch in den Profiligen eingesetzt werden. Für Spieler unterer Spielklassen - auch für Vertragsamateure - werden keine Aufenthaltsgenehmigungen von den Ausländerbehörden mehr erteilt. Das Verfahren sieht vor, dass der Deutsche Fußball-Bund anhand der von den Vereinen vorgelegten Spielermeldeliste auch die dazu erforderlichen Aufenthaltsgenehmigungen der Kommunen prüft. Kann ein Verein für einen Spieler keine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung vorlegen, erhält der Spieler keine Spielerlaubnis.

Das wissen natürlich auch die »Sportfreunde«. Peter Nemeth wird allerdings nicht von den »Sportfreunden« sondern von einem Siegener Unternehmen (Behälterbau) eingestellt. Der Fußballer möchte sich zum Ausklang seiner Karriere eine berufliche Laufbahn aufbauen. Für das Siegener Unternehmen soll er die Kontakte zu dessen slowakischen Tochterfirma vertiefen. Sein Gehalt bezieht Nemeth also von einem mittelständischen Unternehmen Fußball spielt er in Siegen als Amateur, Nemeth hat keinen Status als Vertragsamateur.

Die Ausländerbehörden haben in einem solchen Fall aber offenbar einen Ermessensspielraum, um eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen. Der neue Arbeitgeber Nemeths hat sich intensiv um diese Genehmigung bemüht. Nach SZ-Informationen soll sogar ein Empfehlungsschreiben der slowakischen Tochterfirma vorliegen, die um die Anstellung Nemeths im Außendienst bat.

Dennoch hakt die Sache offenbar an der bearbeitenden Person bei der Stadt Siegen. Zwischenzeitlich haben sich nun doch die »Sportfreunde« eingeschaltet, obwohl sie gar nicht zuständig sind. Am Montag soll ein klärendes Gespräch mit der übergeordneten Dienststelle statt finden. Ein früherer Termin war nach »Sportfreunde«-Angaben nicht möglich. Zusätzliche Brisanz erhielt der »Fall Nemeth« durch die Tatsache, dass der Westdeutsche Fußball-Verband für Nemeth erstaunlicher Weise bereits eine Spielerlaubnis erteilt hat, die aber nicht für die Regionalliga reicht. Die Siegener haben diese Spielgenehmigung (Spielerpass) an den Deutschen Fußball-Verband weiter geleitet, der den Fall heute noch prüfen will.

Da sich aber vermutlich über Nacht an der unbeweglichen Haltung der sachbearbeitenden Person bei der Stadt Siegen nichts geändert hat, müssen sowohl Nemeths Siegener Arbeitgeber als auch die »Sportfreunde« vorerst auf die Dienste des Slowaken verzichten.


Fußball ist keine Sache auf Leben und Tod - es ist viel wichtiger!
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