Cedric wusste nicht genau was es war, das ihn so an Susannah beeindruckte. Es war nicht ihr Name, oder ihr Äusseres. Klar, er mochte alles an ihr. Es war wohl eher die Stärke und ihr Selbstbewusstes Auftreten. Susannah war ein starkes Mädchen. Sie hat alle schweren Zeiten überwunden, auch wenn es wirklich schwere Zeiten war. Er kannte das Gefühl nicht, dass sie wohl gehabt hatte als sie vom Tod ihres Vaters erfahren hatte. Er kannte es nur von seiner Schwester, konnte es so aus nächster Nähe mitverfolgen. Es beeindruckend wie sich Susannah gefangen hatte, wie sie es geschafft hatte trotzdem wieder zu lachen und ihren Weg weiter zu beschreiten. Sie musste ihren Vater geliebt haben. Auch musste es schwer gewesen sein die Mutter in Trauer zu sehen. Cedric war das immer egal. Seine Mutter hatte sich nie um ihn gekümmert und sie war nie so stark wie Susannahs Mutter es war. Zumindest von dem was er wusste. Wenn es wirklich so war, dass sein Vater Harry umgebracht hatte dann hatte er einen Grund mehr ihn über alles zu hassen. Cedric fragte sich oft warum es Menschen gab, die einfach nur Macht wollten, die alles daran setzten wichtig und am stärksten zu sein. Solange es solche Menschen gab, würde es wohl nie Frieden geben auf der Erde. Cedric schüttelte den Kopf beim Gedanken daran . Er hatte es nie verstanden, wieso sein Vater einem Mann einfach so bedingungslos gehorchte. Gab er dabei nicht seine Identität auf? Cedric könnte das nie. Er könnte sich niemals so einer machtbesssesenen Person unterordnen. Er fand das einfach nur feige. Ein Mensch sollte selber denken und Entscheidungen treffen und nicht einfach blindlings Befehle von irgendso einem Heini wie Voldemort ausführen. Cedric konnte seinen Vater nie verstehen. Früher hatte er sich noch nicht so damit auseinandergesetzt, doch seit er erwachsen wurde, hatte er sich sehr viele Gedanken darüber gemacht. Cedric philosophierte gerne einmal und machte sich ein bisschen Gedanken über Gott und die Welt. Meistens sass er dann vor einem Buch und konnte sich nicht konzentrieren. Dann drifteten seine Gedanken ab.
Cedric war nicht so wie sein Vater. Er würde seine Kinder niemals so lieblos erziehen. Er würde ihnen Freiheiten lassen ihren eigenen Weg zu finden. Das war auch genau das wogegen Cedric rebellierte. Er wollte seine Entscheidungen frei treffen könnnen. Ja, er wollte einfach nur sich selber sein und dafür kämpfte er schon sein ganzes Leben. Als er nun hörte, was Susannah belastete lächelte er sie einfach nur beruhigend und verständinsvoll an. "Mach dir keine Sorgen, du bestimmst das Tempo. Ich gebe dir alle Zeit die du brauchst und ich werde dich nie zu irgendetwas zwingen" sagte er dann. So war er. Jetzt wo er seine Traumfrau gefunden hatte war er bereit alles, aber wirklich auch alles für sie zu geben. Ceddie war eine sehr aufopferungsbereite Person. "Wir lassen uns Zeit uns etwas augzubauen" sagte er und lächelte sie an. "Ich für meinen Teil weiss, dass ich mich auch so in dich verliebt habe und einfach nur auf Wolke 7 schwebe. In meinem Bauch fliegen die Schmetterlinge und sie wollen anscheinend gar nicht mehr aufhören zu flattern. Ich bin so glücklich, ich bin einfach nur froh, dass ich mit meinen Gefühlen nicht alleine bin" sagte er dann und das er so offen über seine Gefühle redete war nicht selbstverständlich. Doch wusste er, dass er sich bei Susannah so geben konnte wie er war. Sie würde ihn verstehen, da war er sich sicher. Bei ihr war es auch nicht so wie bei anderen Mädchen. Andere Mädchen hatte er anders herum gekriegt. Bei Susannah war es einfach wirklich Liebe.
Bei Susannahs Erwiderung auf seinen Erpressungskommentar grinste er sie frech an. Er liess sich von ihr näher ziehen, noch immer das Grinsen auf dem Gesicht. Dann sagte er "ich würde dich ersteinmal auf meinen Schoss beordern" meinte er und zog sie sanft auf seinen Schoss. "Dann würde ich dein Gesicht näher zu mir ziehen und einen Kuss von dir verlangen" grinste er dann weiter, wobei er seine Forderung gerade ausführte uns Susannah zärtlich küsste. Er verwickelte sie in einen langen, sehr intensiven Kuss und liess sie erst nach geraumer Zeit wieder zu Atem kommen. Dann grinste er sie wieder an. "Dann würde ich dich ganz nahe an mich ziehen und dich einfach nur festhalten und deine Nähe geniessen" schloss er dann seine Ausführungen.
Als Cedric dann auch noch hörte, dass Susannah glücklich war da war für ihn einfach alles perfekt. Der ganze heutige Tag war sowas von perfekt. Noch nie hatte er einen so wunderschönen Tag erlebt. "Du machst mich so glücklich" hauchte er dann in ihr Ohr und hielt sie ganz fest an sich gedrückt. Doch schon bald sollte dieser Tag eine entscheidende Wendung nehmen. Dies alles begann mit einem Brief. Irgendein Schüler hatte der Eule, die schon seit geraumer Zeit am Fenster der Bibliothek scharrte Einlass gewährt. Sofort flog sie auf Cedric zu und blieb vor ihm sitzen. Cedric wusste genai von wo diese Eule kam und verdrehte die Augen. Sanna noch immer auf seinem Schoss band er das Pergament vom Fuss der Eule und blickte Susannah an. "Ein Brief von zu Hause" sagte er dann genervt ehe er ihn öffnete. Darin stand nur ein einziger Satz:
„Sechs Uhr, Klassenzimmer im vierten Stock.“
Vollkommen verwirrt starrte er auf das Pergament. Das war das Siegel seiner Mutter, doch was ihn verwirrte, das war nicht die Schrift seiner Mutter. Das war eindeutig die Schrift seines Vaters. Er würde diese Schrift auf 100 Meter Entfernung erkennen, das war sie ganz eindeutig Verwirrt blickte er Susannah an, die den Brief mitgelesen hatte. Er verstand nicht was hier vor sich ging. Sein Vater war doch tot, er war gestorben und Cedric hatte gehofft endlich sein eigenes Leben leben zu können. Denn seine Mutter hätte nicht die Kraft gehabt ihm in irgendetwas hinein zu reden. Nocheinmal starrte er den Brief an. Aber es gab keinen Zweifel, das war eindeutig die Schrift seines Vaters. Susannah schaute ihn an, sie wollte wahrscheinlich wissen was an diesem Brief ihn so von den Socken haute. deswegen holte er tief Atem und sagte bitter: "Das ist eindeutig die Schrift meines Vaters, ich kenne sie ganz genau. Ich weiss genau, wie er schreibt, ich habe sie oft genug gesehen" fügte er dann noch hinzu. "Ich weiss nicht was hier vor sich geht, mein Vater ist tot" sagte er dann und wurde immer verwirrter. Cedric schaute auf die Uhr. Er hatte noch Zeit. Aber was würde ihn in diesem Klassenzimmer erwarten? Unwillkürlich begann Cedric zittern. Nein, es konnte nicht sein dass sein Vater noch am Leben war. Das konnte und durfte einfach nicht sein. Eines war Cedric schon von Anfang an klar. Er würde nicht da hin gehen. Niemals. Er wollte nicht da hin. Aber andernseits wollte er auch wissen, was das zu bedeuten hatte. Er musste zugeben das er selten so verwirrt war wie zu diesem Zeitpunkt. Cedric wollte sich das Desaster gar nicht vorstellen das es geben würde, wenn sein Vater von ihm und Susannah wusste. Aber sein Vater war ja tot und das würde sicher so bleiben. Das war bestimmt nur ein Missverständnis. Schliesslich war Jesus der Einzige der vom Tode auferstehen konnte. Und das würde auch so bleiben.