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Autor Beitrag
Yvie
Brys kopflose Kuschelente


Beiträge: 1232


New PostErstellt: 31.10.04, 11:30     Betreff: Bridge over troubled water (Mark)

So, ihr denkt jetzt vllt "ach jetzt fängt die schon mit der 3. story an. kann die nich mal eine zu ende schreiben?!" klare antwort :"ne kann die nisch..."
naja auf jeden fall is mir da eben ne idee zu gekommen und ich hoffe sie gefällt euch...

yvie
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Ich ging den langen Flur der Uni entlang. Alles war wie leer gefegt. War ich etwa zu spät? Oder gar zu früh? Ich riskierte einen Blick auf meine Armbanduhr. Eigentlich war ich wie sonst da.
Dann ging ich zu meinem Spint, um meine Tasche auszuräumen und für die nächsten 3 Stunden einzupacken. An den Wänden blitzten mir Plakate entgegen. Aus Langeweile las ich sie durch. Natürlich! Aula! Feier! Und ich hatte es natürlich wieder verpennt.
Schnell rannte ich zur Tür und stieß sie nach innen auf. Zum Glück bemerkte mich niemand wirklich, da jeder noch mit sich und/oder anderen beschäftigt war. Der Geräuschpegel war wie in einer 5. Klasse, die gerade ohne Lehrer auskommen mussten und sich gegenseitig fast die Köpfe einschlagen wollten.
Ich hielt nach einem guten Platz Ausschau. Aber wie sollte es anders sein... Den letzten beißen die Hunde. So blieb mir nur ein Stuhl neben einer Gruppe von lauthals lachenden und gröhlenden Jungs. Vier an der Zahl.
Sie redeten über jeden in der Aula, der sich komisch benahm oder gerade auf den Boden flog, weil an seinem Stuhl gerüttelt wurde. Studenten waren manchmal eben doch nur Kleinkinder. Der braunhaarige große Junge neben mir hielt sich aber am ruhigsten von dem ganzen Haufen. Er blätterte des öfteren in einem Buch herum. Wieso kam er mir so bekannt vor? Ich hätte schwören können, dass ich ihn kannte. Aber ums Verrecken hätte ich nicht sagen können woher.
Dann ertönte die Glocke, die eigentlich zum Unterricht rufen sollte, diese Mal aber nur um die Aufmerksamkeit der Schüler bat. Dann trat der Direktor an das Mikrofon, was vorne auf der Bühne stand.
„Liebe Studenten und Studentinnen, ich heiße Sie herzlich zu unserer Projektwochenbesprechung willkommen. Wir sind an dieser Akademie, um Journalismus zu studieren, falls es einige vergessen haben sollten...“ Er räusperte sich kurz.
„Dennoch möchten wir ihnen die Chance geben, sich auch in andere Bereiche der Zeitung zu entwickeln und ich meine nicht Klatschreporteer oder dergleichen. Nein, vielmehr möchte ich, das sie sich Gedanken machen, was sie tun wollten, wenn keine Reporter/ Journalisten gebraucht werden. Würden sie zu einem anderen Verlag wechseln? Auch wenn sie 6-7 Mal abgewiesen worden waren? Ich glaube nicht. Nachher wird ihnen in ihrem Kurs, in welcher Stunde weiß ich nicht, ein Zettel zukommen, auf dem sie zwischen 5 verschiedenen Nebenberufen wählen können. Diesen müssen sie bis Ende der Woche ausfüllen und dem Dozenten wieder ab geben. Wir werden uns dann einige Herausfischen, die ein Praktikum bei einer Zeitung machen dürfen.“
Ein Raunen ging durch die Menge. Das war jetzt wieder für alle beteiligten interessant. Wenn es darum ging etwas umsonst ab zu stauben, waren alle vorne dabei.
„Ich möchte damit sagen, dass wir ihnen die Möglichkeit bieten, andere Bereiche zu erfasssen, falls sie sich doch einmal umentscheiden sollten oder eben kein Bedarf für Ausgebildete wie sie vorhanden sein sollte. Das war es dann auch schon...“
Ich blickte kurz links neben mich. Der Junge las immer noch intensiv sein Buch. Dann warf ich einen Blick auf die Zeilen. Ich kannte dieses Buch! Es war unser Literaturkurs. Natürlich. Daher kannte ich ihn. Je näher ich ihn mir beäugte, desto mehr erkannte ich ihn. Im Hörsaal saß er zwei Reihen vor mir.
Seine Freunde räumten bereits das Feld.
„Mark! Jetzt komm“, rief ein etwas kleinerer blonder Typ, der eben die ganze Zeit neben ihm gesessen hatte.
„Ja, ich komm ja schon, Nicky! Geht schon mal“, rief er zurück und packte langsam seinen Kram zusammen. Dann warf er mir einen Blick zu.
„Hi!“
„Hi“, antwortete ich schüchtern.
Er lächelte, verschwand aber sofort zu seinen Freunden.
Ich saß noch einen Moment da, bevor mich eine Stimme aus meinen Gedanken riss.
„Wo warst du?“
Neben mir standen meine beste Freundin Mell und mein Freund Sam.
„Ich war zu spät und hab euch in der Menge nicht gefunden...“
Sam nahm mich in den Arm und küsste mich kurz, aber meine Gedanken hingen noch bei dem Jungen neben mir und seinen funkelnden, blauen Augen...

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[editiert: 31.10.04, 11:41 von Yvie]
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