Phileas
Stammgast
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Erstellt: 01.12.05, 22:39 Betreff: Re: Dune von Frank Herbert |
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Natürlich kenne ich den Wüstenplanet-Zyklus. "Der Wüstenplanet" gehört zu meinen Lieblingsbüchern und gehöre zu denen (wenigen), die alle sechs Bücher sehr gut fanden. Wobei es einige Jahre her, das ich sie gelesen habe. Gerade den (pseudo-)religiösen Hintergrund finde ich, ist ein zentraler Aspekt des Dune-Universums und macht für mich einen guten Teil seiner Faszination aus.
Ich mag die Verfilmung von Lynch. Aber ich kann mit einer deftigen Brise Pathos in Filmen meist sehr gut leben.
Der Fernsehmehrteiler zum "Wüstenplaneten" ist nicht wirklich gelungen, mittelmässige Unterhaltung, mehr nicht. Zwar näher am Buch als Lynch, dafür mangelt an anderen Stellen. Der zweite Mehrteiler zu den Bänden 2 & 3 ist dagegen sehr gutes Fernsehen. Er schlägt den ersten um Längen.
Ich habe die Frühen Chroniken ("Haus Atreides", "Haus Harkonnen" & "Haus Corrino") von Anderson und Herbert jr. gelesen. Gefallen hat mir ihre Version der Vorgeschichte zum Wüstenplaneten leider nicht. Sie versuchen jede wichtige Figur des Zyklus ausgiebig zu berücksichtigen und jedes Geheimnis zu erklären. Es ist zwar schön, wieder auf liebgewonnene Charaktere zu treffen und in das Universum einzutauchen. Aber die beiden Autoren haben sich an der Vorlage meiner Meinung nach schlicht übernommen. Es ist nicht mehr das Dune, das ich so liebe. "Butlers Jihad" von den gleichen Autoren habe ich angefangen, inzwischen aber erstmal wieder zur Seite gelegt. Bei Zeiten werde ich es und die anderen Bänder der "Legende" noch lesen, ohne viel Hoffnung auf Grosses.
Die zweibändige "Enzyklopädie des Wüstenplaneten" fängt den Flair von Frank Herberts Schöpfung weit besser ein. Geschrieben aus historischer Sicht Jahrtausende nach den Romanen (ohne Band 6). Besonders schön ist der Artikel, der glaubwürdig darlegt, warum Paul Atreides und Mua´dib nicht die gleiche Person sein kann .
[editiert: 02.12.05, 17:15 von Phileas]
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