Erstellt: 24.11.05, 23:09 Betreff: Wir stimmen für Bleiberecht und UNO-Kinderrechte!druckenweiterempfehlen
Aktionsbündnis “ Hier geblieben!³ Pro Asyl, Flüchtlingsrat Berlin, GEW Berlin, GRIPS Theater www.hier.geblieben.net
Mailaktion III - Stimmen für ein Bleiberecht und die UNO Kinderrechte
Sehr geehrte Kinder, Jugendliche und Erwachsene,
Auf der letzten Innenministerkonferenz in Stuttgart wurde die Chance vertan, ein Bleiberecht zu verabschieden und die Kinderrechte vollständig umzusetzen. Dies ist unter anderem ein Grund, warum Kinder- und Menschenrechtsverletzungen in der Bundesrepublik Deutschland leider noch immer alltäglich sind. Mit “ Mailaktion III - Stimmen für ein Bleiberecht und die UNO Kinderrechte³ möchte das Aktionsbündnis “Hier Geblieben!³ die InnenministerInnen und die Parteien erneut auffordern, sich aktiv für eine gerechtere Bundesrepublik einzusetzen und auf der Innenministerkonferenz in Karlsruhe am 8./9.12.05 ein umfassendes Bleiberecht und die vollständige Umsetzung der UNO Kinderrechte zu beschließen.
Bitte in den beiliegenden Brief (Anlage 1) Datum, Ort und Name einfügen und an die InnenministerInnen und Parteivorsitze verschicken (Anlage 2: Mailadressen).
Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen,
Philipp Harpain, Theaterpädagoge am GRIPS Theater
Walid Chahrour Flüchtlingsrat Walid Chahrour Flüchtlingsrat Berlin
Alle Informationen über das Aktionsbündnis “Hier Geblieben!³ gibt es unter www.hier.geblieben.net
Anlage 1: Brief an die InnenministerInnen und Parteivorsitzenden folgender Parteien: CDU, CSU, SPD, Die Grünen, Links Partei/PDS und FDP
Aktionsbündnis “ Hier geblieben!³ Pro Asyl, Flüchtlingsrat Berlin, GEW Berlin, GRIPS Theater www.hier.geblieben.net Hier geblieben! für das Bleiberecht von Kindern, Jugendlichen und deren Familien für die vollständige Umsetzung der UNO Kinderrechte
Brief an die Innenministerin und an die Innenminister, sowie die Parteien der Bundesrepublik Deutschland Innenministerkonferenz in Karlsruhe - Stimmen für ein Bleiberecht und die UNO Kinderrechte
Sehr geehrte Innenministerin und sehr geehrte Innenminister, sehr geehrte Parteivorstände,
Vor mehr als 140 Tagen wurde auf der Innenministerkonferenz am 23./24 Juni in Stuttgart die Chance vertan, dieVerletzungen von Kinder- und Menschenrechten in der Bundesrepublik Deutschland zu beenden und die UNO Kinderrechte umzusetzen sowie das Bleiberecht zu beschließen.
Gerade im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, aber auch mit Schwachen und Hilfsbedürftigen zeigt sich, wie weit ein demokratischer Staat sich entwickelt hat und ob er den globalen Aufgaben des noch jungen Jahrtausends gewachsen ist. Ein “zivilisiertes Land³, das sich erlaubt, Kinder zwecks Durchführung der Abschiebung - einzusperren und tagtäglich bewusst Verletzungen von Kinder- und Menschenrechten in Kauf nimmt, muss sich fragen lassen, ob es diesen Titel zu Recht trägt.
Auch unsere Regierenden müssen sichentscheiden, ob sie für Werte wie Weltoffenheit, Frieden, Freiheit, Toleranz und Akzeptanz stehen wollen oder für Intoleranz, Diskriminierung und Rassismus.
Deshalb fordern wir Sie auf, ihre Stimme zu erheben und klar Stellung für Demokratie, Toleranz, Bleiberecht und Kinderrechte zu beziehen.
Unterstützen Sie den Aufruf der Kinder und Jugendlichen und machen Sie ihn zu Ihrem eigenen, wie es viele PolitikerInnen der Bundesrepublik der Grünen, der PDS der FDP, der CDU und der SPD bereits getan haben (alle bisherigen Reaktionen und Unterstützungsschreiben von PolitikerInnen finden sie unter www.hier.geblieben.net):
Hier geblieben!
Wir sind Kinder und Jugendliche dieser Welt. Auch wenn wir alle unterschiedlich sind, leben wir zusammen auf dieser Erde. Deshalb wollen wir uns gemeinsam für eine bessere Welt für alle Menschen einsetzen und fangen bei uns zuhause damit an. Ihr nennt uns die Zukunft, wir sind aber auch die Gegenwart und deshalb fordern wir:
€ Alle Kinder und Jugendliche, die in Deutschland zur Schule oder in den Kindergarten gehen, die hier leben, hierher geflohen oder hier geboren sind, sollen weiterhin das Recht erhalten, mit ihren Eltern und Verwandten in der Bundesrepublik Deutschland zu leben. Ihre Eltern sollen arbeiten dürfen, um für ihre Kinder sorgen zu können. Die Kinder sollen später einen Beruf lernen dürfen. Auch ihnen soll erlaubt sein zu arbeiten, zu reisen und weiterhin hier zu leben.
€ Kranken, Alten und Hilfsbedürftigen sowie durch Krieg und andere Ereignisse geschädigten Menschen muss geholfen werden. Auch sie sollen hier bleiben dürfen! Familien sollen gemeinsam hier leben dürfen.
€ Der Bundestag und die Innenministerkonferenz soll für die über 200 000 nur "geduldeten" Flüchtlinge endlich ein Recht auf Bleiberecht verabschieden und sich für die vollständige Anerkennung der UNO Kinderrechte einsetzen.
Alle Informationen über das Aktionsbündnis “Hier geblieben!³ und die Kinder- und Jugendkonferenz von “JOG Jugendliche ohne Grenzen³ parallel zur Innenministerkonferenz in Karlsruhe erhalten Sie unter www.hier.geblieben.net
Wir freuen uns auf Ihre Stellungnahme und Unterstützung sowohl persönlich wie auch unter:
Mit freundlichen Grüßen,
Datum, Ort, Name, (gegebenenfalls Institution)
Anlage 2: Mailadressen der InnenministerInnen und Parteivorsitzenden (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)